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Der Tiroler Martin Krimbacher hat bereits bei vielen Welt- und Eurpameisterschaften teilgenommen und für Österreich zahlreiche Meaillen in allen Farben gewonnen. Seit einigen Jahren ist er auch Obmann des Österr. Sportverbandes der Transplantierten (ATSF). Mit ihm habe ich zwei Wochen vor den World Transplant Games 2013 in Durban (Südafrika) dieses Interview geführt.

Martin, du lebst seit 18 Jahren mit einem neuen Herz. Warum war 1995 eine Transplantation notwendig?
Die Ursache war eine Herzmuskelentzündung, von der sich mein Herz leider nicht mehr erholte. Deshalb wurde ich in der Uniklinik Innsbruck transplantiert.

Welche Bedeutung hatte für dich der Sport vor der Transplantation, welchen nachher?
Der Sport hat für mich immer schon eine große Bedeutung gehabt. Seit meiner Transplantation habe ich aber mehr Sport betrieben als vorher.

Martin, was sind deine Lieblingssportarten?
Langlaufen und Schitouren im Winter, Radfahren, Bergsteigen, Laufen und seit neustem Schwimmen im Sommer.

Wie wichtig sind dir Medaillen oder gute Platzierungen?
Man freut sich natürlich, wenn man Medaillen bei den Bewerben macht, aber den größten Sieg habe ich bereits mit meiner Transplantation erreicht.

Was ist aus deiner Sicht die Faszination des Sports für Transplantierte?
Bei den Transplantierten geht es in erster Linie nicht um sportliche Spitzenleistungen. Es ist ein Treffen von Menschen, die nach der schweren Zeit gemeinsam zeigen wollen, wie gut es ihnen geht.

Du bist einer der erfolgreichsten Transplantiertensportler Österreichs. Seit einigen Jahren bist du auch Obmann des Österr. Sportverbandes der Transplantierten (ATSF). Was ist deine Motivation dafür?
Ich möchte andere Transplantierte zu sportlicher Betätigung animieren und positive Stimmung für die Organspende in der Bevölkerung machen. Trotz der guten gesetzlichen Voraussetzungen in Österreich gibt es auf diesem Gebiet noch viel zu tun.

Die WM in Durban steht unmittelbar vor der Tür. In welchen Disziplinen wirst du in Südafrika am Start sein?
Laufen, Radfahren und Schwimmen

Was sind deine persönlichen Erwartungen?
Ich möchte sagen können, dass ich das Beste gegebenen habe. Wenn es dann noch für eine Medaille reicht, würde es mich sehr freuen.

Welche Botschaft möchtest du anderen Transplantierten mit auf den Weg geben?
Dass es sehr wichtig ist Sport zu betreiben. Und wenn es nur eine gemütliche Wanderung oder eine Radtour ist. Am wichtigsten ist es, dass man sich bewegt. Jeder im Rahmen seiner Möglichkeiten.

Österreich ist ja wieder mit einem Team in Durban vertreten. Von Göteborg (2011) haben wir mit 2 Medaillen im Gepäck (Gold und Bronze) und einigen Top-Platzierungen die Heimreise angetreten.. Was sind heuer deine Erwartungen als Obmann?
Ich hoffe, dass wir alle wieder gut nach Hause kommen. Wenn wir noch einige Medaillen gewinnen, habe ich auch nichts dagegen.

Danke für das Interview. Ich hoffe, eure Wünsche und Erwartungen gehen in Erfüllung. Leider kann ich heuer aus gesundheitlichen Gründen nicht dabei sein. Wir werden euch allen ganz fest die Daumen drücken!

ATSF-Obmann Martin Krimbacher

ATSF-Obmann Martin Krimbacher

Tag(s) : #Team Austria, #Presseinfos
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